Solarmarkt China - Der Hunger nach Solarenergie
In 2008 stammten bereits 39 Prozent der weltweit hergestellten Solarzellen und Solarmodule aus China.
Nicht nur das China Japan und Deutschland damit weit hinter sich lassen konnte, exportiert China seine Solarprodukte wie verrückt nach Deutschland, Spanien und in andere europäische Länder. Während die Produkte noch in 2008 nicht mit dem deutschen Standard von Firmen wie Solon, Q-Cells oder SolarWorld vergleichbar waren, haben die chinesischen Firmen in der Zwischenzeit aufholen können und liegen mit ihren Produkten auf internationalem Niveau. Vor allem bei den Produktionskosten ist der asiatische Markt nicht zu schlagen.
Der Rezession trotzend konnten chinesische Hersteller von Solaranlagen ihre Marktstellung deutlich verbessern. China ist derzeit weltgrößter Produzent von Solarmodulen. Ca. ein Drittel aller Solarzellen weltweit stammen bereits aus China.
Die chinesische Regierung verfolgt ehrgeizige Pläne den Anteil der erneuerbaren Energien an der Energieversorgung bis 2020 auf ca. 15 Prozent auszuweiten. Bis zum Jahr 2020 sollen ca. 440 Milliarden Dollar in den Bereich erneuerbare Energien investiert werden. Profitieren werden davon vor allem einheimische Unternehmen und Anleger, die auf diese Unternehmen setzen. In dieser Studie werden im Folgenden der Solarmarkt China beleuchtet sowie die aussichtsreichsten chinesischen Solaraktien vorgestellt.
Chinesische Solarfimen nutzen deutsche EEG – Gelder
Chinesische Solarfirmen machten sich für den Absatz ihrer Solarmodule die geltenden Einspeisevergütungen in Deutschland und anderen europäischen Märkten lukrativ zunutze. Da auf den eigenen Märkten eine vergleichbare Förderung fehlte, wurde überwiegend für den Export produziert. Staatliche Subventionen waren ein Fremdwort. Außerdem konnte bspw. der deutsche Solarmarkt seine verstärkte Nachfrage nach Solarzellen und –produkten nicht mit eigener Kraft decken und war auf Importe angewiesen. Die Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz kam so immer weniger deutschen Unternehmen zugute, sondern verstärkt den Solarzellen-Herstellern in Asien.
Zur Erinnerung: Das deutsche Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien, kurz EEG, trat am 01.04.2000 in Kraft und soll die Strom und Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Quellen fördern. Geregelt werden darüber die Abnahme und die Vergütung des aus erneuerbaren Energiequellen stammenden Stroms zu einem festen Vergütungssatz über einen bestimmten Zeitraum. Der Vergütungssatz richtet sich nach den Erzeugungskosten der Erzeugungsart, um Standortnachteile auszuräumen.
Der Netzbetreiber ist per Gesetz dazu verpflichtet, die Anlage an das Netz anzuschließen und die Einspeisevergütung zu zahlen. Die Erzeugung des sauberen Stroms ist stark subventioniert und mit 47 Cent in 2007 fünfmal so teuer wie herkömmlicher Strom. Die Spanne wird über die Stromrechnung der Verbraucher ausgeglichen.
Die Energieversorgungsunternehmen teilen die Mehrkosten für die Bereitstellung des Stroms aus erneuerbaren Energien nämlich gleichmäßig untereinander auf, nennt sich „Bundesweite Ausgleichregelung“ und geht über die EEG-Umlage in die Abrechnung der Endverbraucherpreise ein. Im Jahr 2008 betrugen die direkten Kosten für den Endverbraucher rund 4,2 Milliarden Euro.
Mit dem Ziel den Anteil Erneuerbarer Energien bis zum Jahr 2020 auf einen Anteil zwischen 25 und 30 Prozent zu erhöhen (betrifft nur den Strombereich), wurde das EEG 2008, nachdem es im Juli 2004 bereits einmal abgeändert wurde, erneut novelliert. Das EEWärmeG als ein weiteres Gesetz (Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich soll dazu dienen, den Anteil für die Wärmeerzeugung auf 14 Prozent auszuweiten. Die Mindestvergütung für Solarstromanlagen (in 2009 installiert) liegt zwischen 31,94 und 43,01 Cent pro Kilowattstunde. Die Vergütung verändert sich die nächsten 20 Jahre nicht. Der Betreiber von Solaranlagen kann ebenfalls günstige Kredite in Anspruch nehmen und muss kein Eigenkapital für die Investition aufwenden. Der Satz für neue Anlagen sinkt pro Jahr um einen bestimmten Prozentsatz, um Anreize für Kostensenkungen zu schaffen.
Da das EEG keinen Unterschied zwischen den Nationalitäten der Produzenten macht, profitieren davon auch ausländische Firmen. Da die Nachfrage nach Solarmodulen das Angebot überwog, konnten ausländische und dabei vor allem chinesische Unternehmen auf dem deutschen Markt Fuß fassen. Während die Produkte noch in 2008 nicht mit dem deutschen Standard von Firmen wie Solon, Q-Cells oder SolarWorld vergleichbar waren, haben die chinesischen Firmen in der Zwischenzeit aufholen können und liegen mit ihren Produkten auf internationalem Niveau. Vor allem bei den Produktionskosten ist der asiatische Markt nicht zu schlagen und so verlagern europäische Solarfirmen ihre Produktion, um durch die dort geltenden Arbeitsbedingungen wettbewerbsfähig zu produzieren. Die Produktionskosten in China liegen bis zu unter 30 Prozent der europäischen.
Das schlägt sich natürlich in den Preisen für Solarmodule nieder. Der Preis für Polysilizium-basierte Solarmodule sei inzwischen auf 1,80 US-Dollar pro Watt gefallen, gehen Marktforscher von The Information Network in einer Studie vom September aus. Damit seien die bislang niedrigsten Prognosen bereits jetzt schon erreicht. Bislang wurde davon ausgegangen, dass diese Preise erst zum Jahresende erreicht würden. Im Jahr vorher wurden 4,05 Dollar pro Watt für die gleichen Module bezahlt. (it-Times)
Die Verlagerung der Produktionsstandorte um Kosten zu sparen, zeigt Konsequenzen für den Standort Deutschland. Der in Tempel/Arizona, USA ansässige Dünnschicht-solarspezialist First Solar hatte erst im Juli 2007 in Frankfurt/Oder eine Fabrik für Dünnschichtmodule errichtet. Zu diesem Zeitpunkt empfand Bruce Sohn, Präsident der First Solar, Inc., „Deutschland als weltweit größter Markt für Solarenergie als den ideale Produktionsstandort.“ Die Ansiedlung in Frankfurt (Oder) sei ein Paradebeispiel für erfolgreiche Klimaschutz- und Wirtschaftspolitik in Deutschland.
„Das günstige Investitionsklima wurde durch die konsequente Förderung von umweltfreundlichen Energien durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erreicht“, so Sohn weiter. Laut Bundesumweltminister Sigmar Gabriel leistet „die First Solar mit der neuen Solarfabrik einen wichtigen Beitrag zum Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Über 400 neue Arbeitsplätze sind ein wesentlicher Faktor für die Beschäftigung in der Region und die Produktion von kostengünstigen Solarmodulen trägt wesentlich zum Klimaschutz bei“. Das Werk bringt es auf eine Jahreskapazität von 197 MWp.
Im März 2008 sickerten Informationen durch, dass der Anteil der neu errichteten Fabrik an der Gesamtproduktion von First Solar im kommenden Jahr nur noch 20 Prozent betragen solle. Möglicher Hintergrund, die Eröffnung eines neuen Werkes in Malaysia im Jahr 2008.
Auch deutsche Solarfirmen produzieren bzw. planen mittlerweile eine Produktion in China. Laut der Commerzbank wird SolarWorld in diesem Jahr bei der chinesischen Suntech 20 Prozent seiner Solarmodule produzieren lassen. Eine Fabrik in Korea existiert bereits. Deutsche Solarfirmen befinden sich in der Bredouille. Hohe Produktionskosten im eigenen Land bei sinkenden Preisen für Solaranlagen. Produziert wird bei der Konkurrenz. Die produziert im gleichen Zug für den Markt, den deutsche Solarunternehmen nicht ausreichend bedienen können, aufgrund der hohen Nachfrage, weil eben die Preise sinken.
China als Vorreiter bei Erneuerbaren Energien
China ist weltgrößter Produzent von Solarmodulen. Ca. ein Drittel aller Solarzellen weltweit stammen bereits aus China. Im Frühjahr 2009 gibt die chinesische Regierung bekannt, erneuerbare Energien wie die Solar- und Windenergie über Subventionen massiv zu fördern. Der hohe Energieverbrauch der 1,3 Milliarden Chinesen soll in Zukunft verstärkt aus regenerativen Energiequellen gestillt werden. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Energieversorgung soll bis 2020 auf ca. 15 Prozent ausgeweitet werden, der bis dato noch bis zu zwei Drittel aus Kohle geliefert wird. Andere Quellen gehen sogar von 23 Prozent aus. Knapp 70 Prozent der Elektrizität werden in konventionellen, zumeist mit kohlegefeuerten Kraftwerken erzeugt. 21 Prozent stammen aus Erdöl, 2 Prozent aus Erdgas und der restliche Anteil entfällt auf Strom aus Atomkraft, Wasserkraft und Strom aus erneuerbaren Energien.
Bis 2020 sollen ca. 440 Milliarden Dollar in den Bereich erneuerbare Energien investiert werden. Ein gigantischer Wachstumsmarkt. Produzierten die chinesischen Firmen also bis zu diesem Zeitpunkt vor allem für den Auslandsmarkt - bis zu 90 Prozent der Produktion chinesischer Unternehmen gingen in Staaten wie Deutschland - kommt nun auch aus dem heimischen Markt verstärkte Nachfrage.
Mit dem Förderprogramm soll China in Zukunft auf den Spitzenplätzen bei der Herstellung von Solaranlagen rangieren. Für Solaranlagen ab einer Leistung von 300 kW wird der chinesische Staat zukünftig bis zu 50 Prozent der Kosten aufkommen. Für Solarparks, die weit entfernt vom Stromversorgungsnetz gebaut werden, soll die Förderung 70 Prozent ausmachen. Die installierte Gesamtleistung der Anlagen ist dabei auf 500 Megawatt begrenzt.
Da die Unternehmen in China deutlich billiger produzieren als Unternehmen westlicher Staaten werden es europäische Unternehmen schwer haben, hier Fuß zu fassen. Während Unternehmen wie Q-Cells, SolarWorld bei einem Niveau von 50 Prozent ihrer Kapazitäten produzieren, können chinesische Firmen die Fertigungen voll auslasten.
Über das Förderprogramm erwartet sich die Regierung, dass in den nächsten drei Jahren nicht weniger als sieben Milliarden Dollar von privaten Investoren in die Solarbranche fließen.
Zu den Zahlen des in 2008 angekündigten Konjunkturprogrammes um die chinesische Wirtschaft anzukurbeln, wurden im August 2009 nähere Informationen bekannt, die die Aktientitel chinesischer Energietitel in die Höhe schießen ließen. 15 Prozent des 400 Milliarden schweren Paketes sollen bis Ende des Jahres 2010 in den Klima- und Umweltschutz investiert werden. Zu den größten Profiteuren zählen in erster Linie sicherlich die chinesischen Solarfirmen.
Chinas Energiebedarf ist gewaltig. China liegt nach den USA auf Platz 2 der größten Stromproduzenten. In 2007 stieg der Energieverbrauch um 7,7 Prozent an. Nach Meldungen des “BP Statistical Review of World Energy” hat sich in China der Kohleverbrauch in 2008 um 6,8 Prozent erhöht und dadurch entfielen 85 Prozent des weltweiten Mehrverbrauchs an Kohle auf die Volksrepublik. Auch bei Erdgas wurde der stärkste Nachfrageanstieg mit 15,8 Prozent bei China verzeichnet. Der Energieverbrauch dient Ökonomen als guter Indikator für das gesamtwirtschaftliche Wachstum.
Mit steigendem Wohlstand der Bevölkerung steigt auch der Energieverbrauch, da die Bevölkerung durch zunehmende Nutzung von energieintensiven Haushaltsgeräten (Kühlschränke, Waschmaschine) und Heiz- und Klimageräten einen signifikant ansteigenden Stromverbrauch aufweist. Über verstärkte Investitionen in die Infrastruktur und den Wohnungsbau steigt auch hier die Energienachfrage durch den Verbrauch bei der Herstellung von Stahl und Zement exorbitant an.
Die Volksrepublik ist zudem Nettoexporteur von energieintensiven Produkten wie Stahl, Aluminium und Zement. Zwei Drittel von Chinas Elektrizität wird in diesem Wirtschaftssektor verbraucht.
China verfügt seit Jahren über zweistellige Wachstumsraten. Im dritten Quartal 2009 soll das BIP Chinas im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um 8,5 Prozent wachsen. Die Wirtschaft hat im zweiten Quartal um 7,9 Prozent zugelegt. Wirtschaftsexperten erwarten, dass das Wachstumsziel der chinesischen Regierung von acht Prozent in 2009 erreicht werden wird.
Wie die Weltbank im zweiten Quartal veröffentlichte, habe sich die erwartete Wachstumsrate aufgrund der beschleunigten Zunahme der Investitionen in feste Kapitalvermögen der chinesischen Wirtschaft erhöht. Die chinesische Regierung habe seit November 2008 eine positive Finanzpolitik umgesetzt sowie eine gemäßigte lockere Währungspolitik betrieben. Es wurde ein Konjunkturprogramm in Höhe von vier Billionen Yuan RMB verabschiedet. In den ersten fünf Monaten 2009 seien die Investitionen für den Aufbau der Infrastruktur und andere Bereiche deutlich angestiegen und so konnte das beachtliche Wachstumstempo der chinesischen Wirtschaft weiter aufrechterhalten werden. Zu bedenken ist, dass die Wirtschaft mit der Entwicklung der Weltwirtschaft verbunden ist.
Trotz Wirtschaftskrise ist der Energiehunger des Wirtschaftsriesen enorm und die Energienachfrage wird nach Erwartungen von Marktbeobachtern weiterhin exponentiell ansteigen. Aber nicht nur um seine Abhängigkeit von den fossilen und immer rarer und damit teurer werdenden Energieträgern zu verringern, startete die chinesische Regierung eine gigantische Ökologieoffensive. China ist inzwischen zum größten Klimasünder weltweit mutiert und steht dadurch politisch unter starkem Druck.
Die Verbrennung von Kohle zur Energiegewinnung ist eine der zentralen Ursachen für den Klimawandel. China gewinnt zwei Drittel seiner Energie aus Kohle. Die beim Verbrennungsprozess entstehenden Schadstoffe verpesten die Luft, in China werden Abwässer ungefiltert in Gewässer gleitet. Der wirtschaftliche Verlust durch Luft- und Wasserverschmutzung und verseuchte Böden wird von Beobachtern auf 8 Prozent des Bruttosozialproduktes geschätzt.
Nach Angaben des Umweltministeriums SEPA (State Environmental Protection Agency) trägt die Wasserverschmutzung mit 41 Prozent, die Luftverschmutzung mit 32,5 Prozent und die Verseuchung der Böden mit 26 Prozent dazu bei. Nach Angaben der Weltbank finden sich 16 der 20 weltweit am stärksten durch die Luftverschmutzung betroffenen Städte in China.
Nach Schätzungen hat China in 2007 ca. 1,8 Millionen Tonnen reinen Kohlenstoff ausgestoßen. Eine Tonne Kohlenstoff entspricht 3,67 Tonnen Kohlendioxid. Chinas CO2-Ausstoß soll sich bis zum Jahr 2030 gegenüber 2002 fast verdoppeln. China ist der weltweit größte Kohlendioxidproduzent und sollte China daran nicht grundlegendes ändern, dürfte der Ausstoß an Kohlendioxid bis zum Jahr 2040 rund 3,5 Millionen Tonnen Kohlenstoff erreichen. Die Regierung muss handeln.
Viele Gegenden in China verfügen noch nicht über ausreichende Infrastrukturen und können nur dezentral mit Strom versorgt werden. Aufgrund der hohen Sonneneinstrahlung wird massiv in Solarparks investiert. Bis zum Jahr 2020 sollen Milliarden in den Ausbau der erneuerbarer Energien fließen. Solar- und Windparks, Biogasanlagen sollen mit einer Gesamtleistung von 120.000 Megawatt gebaut werden.
Die chinesische Regierung steht konsequent hinter den Milliarden-Förderpaketen, denn dadurch stützt sie einerseits die einheimische Wirtschaft und eröffnet chinesischen Unternehmen den Weg zu den Weltmärkten und verbessert außerdem ihr Ansehen im Hinblick auf die Bemühungen im Klimaschutz.
Die Stadt der Sonnenanbeter
Dezhou, eine Stadt in Ostchina, ca. 300 Kilometer von Peking entfernt. Die eine Millionen Einwohner zählende Stadt liegt in einer der vielen sonnigen Regionen Chinas. Kennzeichnend für die Stadt sind ihre mit einer Vielzahl von Solarzellen und Sonnenkollektoren bestückten Häuserdächer.
Die Skyline von Dezhou wird nachts mit Licht, das aus Solarenergie stammt, beleuchtet. Jede Straßenlaterne wird mit Solarenergie beleuchtet. Autos fahren mit den auf den Dächern montierten Solarzellen. Laut Greenpeace China bildet die Solarenergie in dieser Stadt einen zentralen Bestandteil des Lebens.
Es geht sogar soweit, dass eine Designindustrie existiert, die sich damit beschäftigt, die Sonnenkollektoren ästhetisch in das Design der Gebäude einzufügen. Jedes der neuen Häuser verfügt über Solarzellen und selbst 90 Prozent der alten Häuser weisen Sonnenkollektoren auf, die zur Warmwasserbereitung dienen.
Aus Dezhou kommt auch die Himin Solar Energy Group, Chinas größter Hersteller von Dach-Solaranlagen, deren Gründer, Huan Ming gern auch von „Chinas SolarValley“ spricht.
Aufgrund politischer Unterstützung blitzt und blickt es in Dezhou von allen Dächern. Ein Neubau von Wohnhäusern, Hotels, Krankenhäusern, Schwimmbädern ist ohne installierte Solaranlagen nicht möglich.
Die Solarstadt – Eine erste von vielen zukünftigen
Diese Vorzeigestadt wird mit Sicherheit nicht die Einzige bleiben. Allein in der Provinz Jiangsu sind insgesamt 20 große Solarkraftwerke geplant. In die Umsetzung der Projekte sind vor allem einheimische Hersteller eingebunden. Der chinesische Hersteller von kristallinen Solarwafern, LDK Solar plant in Jiangsu verschiedene Photovolatik-Projekte mit einer Leistung von 500 Megawatt über die kommenden fünf Jahre zu installieren.
Dazu wurde im August 2009 eine Vereinbarung mit der Stadt Yancheng getroffen. LDK Solar will im Rahmen dieses Projektes Solar-Freiflächenanlagen und gebäudeintegrierte Solarstromanlagen installieren. Die Realisierbarkeit des Projektes hinsichtlich Finanzierung, der Anlagenkonzepte und Standorte muss noch im Rahmen einer Machbarkeitsstudie geprüft und die erforderlichen Genehmigungen der Behörden eingeholt werden.
„Die Stadt Yancheng ist gegenwärtig eine der wichtigsten Windenergie-Standorte in China. Die Stadt Yancheng weist die größte Küstenregion der Provinz Jiangsu auf und verfügt über große natürliche Ressourcen“, führt Yanchengs Bürgermeister Li Qiang an. "Wir planen mit LDK Solar große Solaranlagen um Wind und die Photovoltaik als sich ergänzende Energiequellen zu nutzen. Mit Unterstützung der chinesischen Regierung und deren finanziellen Förderprogrammen hoffen wir, dass unsere Zusammenarbeit mit LDK Solar die Erschließung der solaren Ressourcen vorantreibt und das Wachstum der Photovoltaik-Industrie in Yancheng voranbringen wird." Quelle: LDK Solar Co., Ltd.
In Jiujiang in der Provinz Jiangxi will LDK Solar drei Photovoltaikkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 120 Megawatt bauen. Bei den Solarprojekten handelt es sich um zwei Boden/Freiflächenanlagen und eine Dachanlage.
Auch in der chinesischen Stadt Suqian will LDK Solar bis 2015 Solarprojekte mit einer Gesamtleistung von 300 Megawatt umsetzen. Das Unternehmen hat dazu eine Vereinbarung mit der Stadt Suqian getroffen. Auch hier bedarf es zunächst noch eine Machbarkeitsprüfung und die erforderlichen Genehmigungen der Regierungsbehörden.
Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt, Xu Huiming, äußerte sich erwartungsfroh. „Mit einem durchschnittlichen Sonneneinstrahlung von 3.000 Stunden im Jahr und der Unterstützung der Regierung, hat die Stadt Suqian hat einen einzigartigen Vorteil in der Umsetzung von Photovoltaik-Projekten.“ Suqian ist führend in der Solar Photovoltaik Industrie und hofft mit dieser Vereinbarung die Nutzung von Solarenergie zu fördern und die Entwicklung der lokalen Solarindustrie weiter voranzutreiben, so Huiming weiter.
Solarkraftwerke schießen aus dem Boden
Chinas zweitgrößter Hersteller von Solarmodulen Yingli Green hat im Juli 2009 einen Auftrag von der SDIC Huajing Power Holding Co. Ltd. zur Lieferung von Photovoltaik-Modulen mit einer Leistung von zehn Megawatt an Land ziehen können. Im chinesischen Dunhuang sollen die Solarmodule zum Bau eines Solarkraftwerkes benötigt werden.
Bereits im Juli 2009 hatte das Unternehmen zudem ein Abkommen mit den Behörden der Provinz Hainan über die Errichtung einer Solarzellenfabrik geschlossen, die im Mai 2010 ihre Produktion aufnehmen soll.
Außerdem wurde mit dem Unternehmen Hainan Provincial Development Holding Company Limited ein Gemeinschaftsunternehmen im Rahmen eines Joint Ventures gegründet, deren Ziel es ist, in Haikou Solarfabriken mit einer Leistung von 100 Megawatt zu errichten. Neben Solarzellen und Photovoltaikmodulen sollen Ingots und Wafer in den Fabriken hergestellt werden.
Über ein weiteres Joint Venture will Yingli Green in der Provinz Hainan netzgekoppelte Solarkraftwerke errichten und betreiben. Das daraus entstehende Unternehmen Green Island Power soll in den Jahren 2009 bis 2011 300 Megawatt errichten.
Suntech Power, der führende chinesische Solarmodulehersteller plant von 2010 bis 2012 ein 500 Megawatt umfassendes Solarprojekt in der chinesischen Mongolei zu errichten. Den Auftrag erhielt das Unternehmen von der Regierung der Provinz Qinghai. (Qhnews.com)
Der chinesische Ingot-Hersteller und Solarmodulehersteller Solarfun Power Holdings will laut Solarfun-Präsident Peter Xie fünf bis sechs 100-Megawatt Solarkraftwerke in den Provinzen Qinghai und Gansu errichten. Die Gesellschaft plant die Module-Produktionskapazitäten von 550 Megawatt auf 700 Megawatt hochzufahren, um sich so einen weltweiten Marktanteil von fünf bis sechs Prozent zu sichern, meldet der Branchendienst JLM Pacific Epoch.
Der kanadisch-chinesische Solarmodulhersteller Canadian Solar hatte schon im Mai 2007 eine Produktionsstrecke für Solarmodule in der ostchinesischen Stadt Changshu bauen lassen. Im September 2009 hat das Unternehmen eine Absichtserklärung über Solarkraftwerke mit 500 Megawatt in China unterzeichnet. Die Solaranlagen sollen in 3 Phasen beginnend im September 2009 bis Dezember 2011 gebaut werden. (it-Times)
First Solar (USA) und chinesische Regierung planen größtes Solar-Strom Kraftwerk der Welt
Eine diesbezügliche Absichtserklärung ist von First Solar und der Regierung in Peking im September 2009 unterzeichnet worden. Mit dem Bau soll im Rahmen eines Pilotprojektes begonnen werden, dass 30 Megawatt umfasst. Insgesamt ist eine 2-Gigawatt-Anlage in der Mongolei geplant, die bis Ende 2019 fertig gestellt werden soll. Die Anlage könnte so viel Strom wie zwei Atomkraftwerke produzieren und soll bereits in 2010 den ersten Strom liefern.
Yingli Green erhält Großauftrag aus Tschechien
Im August 2009 haben der chinesische Photovoltaic-Hersteller Yingli Green und die tschechische CTP Invest eine Absichtserklärung über die Lieferung von Photovoltaic-Modulen unterzeichnet. Die Module mit einer Leistung von fünf Megawatt sollen im vierten Quartal geliefert werden und in CTP´s Industrieparks und Bürogebäuden eingesetzt werden.
Yingli hatte in 2009 bereits Photovoltaikmodule mit einer Kapazität von 13 Megawatt nach Tschechien geliefert.
Mit den Modulen wird der tschechische Solarpark bestückt, den die S.A.G. Solarstrom AG im Herbst 2009 in Betrieb nehmen will. Auf einem ehemaligen Militärgelände in Stříbro, ca. 30 km westlich von Pilsen wird die S.A.G. eine Freiflächenanlage mit polykristallinen Modulen errichten. Zum Einsatz kommen dabei die Premium-Module von Yingli. Die Anlage soll 13.650 000 kWh jährlich produzieren, womit mehr als 3.100 Vier-Personen-Haushalte versorgt werden können.
Es soll sich dabei um das derzeit größte Freiflächenprojekt in der Tschechischen Republik und mit 13 Megawatt um den größten tschechischen Solarpark handeln.
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